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Was ist eigentlich Bildrauschen?

Was ist Bildrauschen und was kann ich tun, um es zu verhindern?

Prinzipiell ist das „Rauschen“ eine Vergröberung der Fotografie durch Bildpunkte, die in der Realität nicht vorkommen. Besonders offensichtlich ist das Bildrauschen in den dunklen Bildpartien, wie etwa bei Nachtaufnahmen. Die dunklen Bildteile, wie etwa der Nachthimmel oder Schattenpartien im Bild weisen Störungen in Form von unterschiedlich hellen Bildpunkten auf. Zudem treten auch einzelne, „bunte“ (vor allem blaue und rote) Pixel auf.

Vergleichbar ist das Bildrauschen mit dem Filmkorn aus den Zeiten der Analogfotografie, mit dem es rein technisch nichts zu tun hat, aber dessen Auswirkungen im Effekt vergleichbar sind: Bilddetails werden schlechter wiedergegeben.

ISO-Einstellung und Bildrauschen

Ebenso wie in der Analogfotografie führt eine höhere Einstellung in der Empfindlichkeit (ein höherer „ISO“-Wert) zu einem verstärkten Bildrauschen auch in der Digitalfotografie. Allerdings haben moderne Spiegelreflexkameras auch bei deutlich höherem ISO-Wert noch eine weit bessere Qualität, als damals hochempfindliche Filme, und die Qualität wird stetig verbessert. So haben die Topmodelle der namhaften Hersteller inzwischen Empfindlichkeiten bis in den 6-stelligen Bereich (ca.125.000 ISO).  Im analogen Zeitalter war man schon froh, wenn man einen Film mit 800 ISO bekam – den man dann vielleicht noch auf 1.600 ISO „pushen“ konnte. So kann man mit der Nikon D700 oder besonders mit der Nikon D3s in den gewöhnlich gut beleuchteten Straßen unserer Städte aus der Hand fotografieren. Das dabei natürlich auch auftretende Bildrauschen finde ich noch vertretbar – und im Vergleich zu den Filmen früher als sehr beeindruckend.


ISO 12.800, Nikon D700, Ausschnitt in Originalgröße

Größe des Bildsensors

Allerdings hat die Größe des Bildsensors Auswirkung auf das Bildrauschen. In aller Regel rauschen Kameras mit kleinem Sensor mehr als digitale Spiegelreflexkameras, da zum einen der Sensor die gleiche Anzahl lichtempfindlicher Pixel auf eine größere Fläche verteilt hat (und so die Wärmeentwicklung und das „Übersprechen“ zwischen den Pixeln reduziert wird und da in den Schnappschusskameras der Sensor auch für die Erzeugung des „Livebildes“ zuständig ist und die dabei entstehende Wärme zu einem deutlich verstärkten Bildrauschen führt.

 


ISO 3.200, Nikon D300,  ganzes Bild und Detail in Originalgröße

 

Wirklich verhindern kann man das Bildrauschen nicht – außer man versucht, immer mit niedrigsten ISO-Einstellungen zu fotografieren und Nachtaufnahmen zu vermeiden. Aber dabei entgehen dem ambitionierten Fotografen schöne Motive, zudem legt er sich Beschränkungen auf – und das behindert die eigene Kreativität ungemein.

Das Beste aus dem Unvermeidbaren machen – oder „think positive!“

Also, machen wir doch aus der Not eine Tugend – und nutzen das Unvermeidbare als Stilmittel! Letzten Endes macht ein gutes Foto nicht die Qualität der Abbildung, sondern die Bildaussage bzw. die Bildgestaltung. Auch mit einfachen Mitteln, sprich: Preiswertem Equipment, kann man beeindruckende Bilder machen – es kommt eben nicht darauf an, das teuerste  Objektiv oder gar die tollste Kamera zu haben. Es gibt Leute, die machen mit ihrer Schnappschusskamera weit bessere Fotos als diejenigen, die Fotoausrüstung im Wert von mehr als 1.000 € herumtragen.

Nachtaufnahmen mit niedriger Empfindlichkeit mit Stativ machen

Diese Aufnahme ist mit Stativ entstanden, bei ISO 200. Da gibt es natürlich kaum Rauschen.

 

ISO 200, Nikon D300

Hier auch die technische, ausführliche Definition bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Bildrauschen

Wie man Bildrauschen entfernen kann, könnt Ihr hier nachlesen:

http://www.fotokurse-gertklaus.de/2011/12/entfernen-von-bildrauschen/

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