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Verschlusszeiten

Verschlusszeit, Fragen und Antworten

Frage: Komisch, manche Bilder die ich mache sind irgendwie unscharf – aber  der Autofocus hat gepiepst und das richtige Meßfeld hat aufgeleuchtet. Was läuft bei meinen Fotos falsch?
Antwort: Schwierig, das rein theoretisch herauszufinden. Aber aufgrund meiner Erfahrung liegt das Problem an der „Wahl“ der Verschlusszeit – bzw. der Wahl der Programmautomatik.
Man sollte die Entscheidung über wichtige Dinge nicht Computern überlassen! … 😉

Denn das Wichtigste beim Fotografieren ist – die Verschlusszeit!! Sie sorgt dafür, dass unsere Bilder richtig belichtet werden. (Aber was ist mit der Blende? Die Blende ist zunächst drittrangig… Eigentlich eher ein Mittel zur Bildgestaltung… aber  davon bei anderer Gelegenheit mal mehr. )

Bild unten: Unschärfe durch Verwackeln – zu sehen an den Doppelkonturen

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„Richtige“ Verschlusszeiten

Verschlusszeiten dauern bei Tageslicht in der Regel Sekundenbruchteile. Wenn diese Sekundenbruchteile zu lange werden, verwackeln wir das Foto, weil wir die Kamera nicht lange genug ruhig halten können.

Frage: Woher weiß ich, welche Veschlusszeit meine Kamera einstellt?

Antwort: Im Display (und unten im Sucher) der Kamera wird die Verschlusszeit (die Blende und vieles andere angezeigt).

Display-Nikon
Im Display  ist die Verschlusszeit normalerweise die grössere Zahl. Außerdem ist der eingestellte Blendenwert mit einem „F“ gekennzeichnet.

Frage: Welche Verschlusszeit brauche ich, um das Foto nicht zu verwackeln?

Antwort: Ganz allgemein bergen zweistellige Verschlusszeiten immer die Gefahr des Verwackelns.
Die Faustregel für die minimal benötigte Veschlusszeit lautet:

Die Zahl der eingestellten Brennweite am Objektiv sollte der eingestellten Verschlusszeit entsprechen.

Also – wenn Ihr ein 18-55 mm Objektiv (ein Zoom-Objektiv = Objektiv mit veränderbarer Brennweite) habt,
braucht Ihr bei der Verwendung des 18 mm Weitwinkelobjektivs MINDESTENS 1/20 sek. Verschlusszeit,
bei der Verwendung des 55 mm Teleobjektivs MINDESTENS 1/60 sek. Verschlusszeit!

Zudem solltet Ihr  die Kamera richtig halten. Freihandaufnahmen mit Blick auf das Display taugen dafür nicht! Jeder Profi hält die Kamera so, wie auf der Abbildung unten (oder im Titelbild) zu sehen. Seid froh, dass Ihr einen optischen Sucher habt! Aber auch Kameras nur mit Display kann man besser halten als mit vier Fingern freihändig!

Kamerahaltung

…und beim Auslösen daran denken:
Festen Stand suchen, Ellenbogen an den Körper, Luft anhalten – dann gelingen auch mal Fotos, die nicht ganz der Faustregel entsprechen!

Wer noch mehr wissen will:
Hier geht´s zur Fortsetzung – VERSCHLUSSZEITEN 2
oder zum Artikel über die  BELICHTUNGSMESSUNG

 

  1. Ulrich
    UlrichFeb 19, 2013

    Toller Artikel, der wichtig Grundlagen anschaulich erklärt.

    Zur Verdeutlichung der verschieden Arten von Unschärfe wäre das Foto vom Objektiv in einer zweiten, falsch fokussierten Variante hilfreich.

    Oder gleich ein Artikel über „Unschärfe“ und was kann ich dagegentun 😉

    Schöne Grüße
    Ulrich

    • Gert Klaus
      Gert KlausFeb 19, 2013

      Hi Ulrich,
      stimmt, guter Tipp… ich habe halt nur so wenig unscharfe Fotos (aufgehoben) 😉
      Aber der Ansatz über die Unschärfe ist nicht uninteressant – da fällt mir bestimmt auch was dazu ein.
      Grüße zurück!
      Gert

  2. Tommy
    TommyFeb 20, 2013

    Hi Gert,

    wirklich ein super Artikel. Sehr anschaulich und gut verständlich. Wird gleich mal geteilt 🙂

    Grüße vom Tommy

    • Gert Klaus
      Gert KlausFeb 20, 2013

      Danke sehr, Tommy! Ich war mir gar nicht so sicher ob der Artikel so gut verständlich ist…
      Gut das Feedback zu haben! Liebe Grüße, Gert

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