Monat: Januar 2010

Wissen

HDR-Fotografien 2

27. Januar 2010

HDR-Fotografie – Know-How und Beispiele

Motorrad im Museum Industriekultur

 

Hier ein Beispiel mit einer Belichtungsreihe von 5 Bildern im Abstand von je 1 EV (Lichtwert). Hierbei ist zu sagen, dass dabei nur die Zeit, nicht aber die Blende verändert werden sollte, da die Blende leichte Differenzen in der Abbildungsgröße produziert – und somit auch Mehrfachkonturen entstehen können. Da das Thema aber noch Raum zum Ausprobieren läßt, käme auch das mal auf einen Versuch an…

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Da die Bilder der Belichtungsreihe in der Software beim Tone Mapping anschließend deckungsgleich sein müssen, ist ein Stativ und ein Drahtauslöser (alternativ zur Not auch der Selbstauslöser) unverzichtbar. Die Sonnenblumen wurden während den Belichtungen vom Wind bewegt.

Alternativ – z.B. bei bewegten Motiven – ist auch die Technik gängig, im RAW-Format zu fotografieren und die dabei entstehenden Bilder mit je 1 EV Abstand auszugeben und so auf eine „Pseudo-HDR“ Belichtung zu kommen.

 

Software für Tone Mapping

Die Software, mit der ich die Einzelbilder per Tone Mapping zusammensetze, heißt „Photomatix Pro.“ http://www.hdrsoft.com/.  Photomatix verarbeitet auch RAWs.

Es gibt eine Testversion zum Ausprobieren – die allerdings ein Wasserzeichen in die fertigen Bilder baut. Die Software gibt´s für PC und MAC. Die Einstellungsmöglichkeiten sind vielfältig – und man muß von Motiv zu Motiv neu experimentieren, um das beste Resultat zu erhalten. Laut dem Artikel aus der PC-Welt (siehe HDR-Fotografie 1) ist eine – sogar günstigere – Software vergleichbar gut, gibt es aber nur für Windows: „FDR Tools Advanced“ http://www.fdrtools.com. Photoshop hat seit CS2 auch eine HDR-Funktion, die ich aber unbefriedigend finde. Die CS4-Version habe ich noch nicht ausprobiert.

Im Internet gibt es aber auch noch ein paar Free- und Shareware HDR-Programme die es sicher lohnt, sich auch mal anzusehen.

Noch ein paar HDR-Beispiele:

Wissen

HDR-Fotografien 1

26. Januar 2010

HDR-Fotografie

HDR-Fotografie – Technik und Wissen

Blick zum Hallertor und Kettensteg, Nürnberg

Schon seit geraumer Zeit ist HDR-Fotografie in aller Munde. Es gibt auch schon zahllose Fotografen und Webseiten, die sich damit befassen. Auch ich mache das schon eine Zeit lang, bin aber zum einen von anderen Themen abgelenkt, zum anderen finde ich es nicht immer passend – und bleibe dann lieber bei den „konventionellen“ Methoden. Aber ich komme doch immer wieder darauf zurück. Man kann schon sehr beeindruckende Effekte damit erreichen. Anfänger in der Fotografie sollten sich aber lieber erstmal der klassischen Bildgestaltung widmen – denn auch ein HDR-Bild braucht Licht, Schatten und einen Bildaufbau.

Was ist HDR?

HDR -oder HDRi ist die Abkürzung für High Definition Range (-image). Bedeuted – ein Bild mit sehr hohem Kontrastumfang (hellste bis dunkelste Stelle im Bild).

Warum HDR?

Wir scheitern oft bei der Fotografie an zu kontrastreichen Motiven und meinen, unsere Kamera müsste das Motiv so sehen, wie wir das mit unseren Augen können. Dabei ist uns nicht bewußt, dass unser Gehirn uns beim Sehen hilft. So „sehen“ wir Gebäude ohne stürzende Linien (ist doch alles 90° Winkel oder was?) und so sehen wir die Details in den Schatten genauso wie die im gleißenden Mittagslicht. Das liegt aber daran, dass sich unsere Augen sehr schnell auf unterschiedliche Helligkeiten mithilfe unserer eingebauten Blende (der Pupille) und unseres Gehirns einstellen können (lokale Adaption).

Kontrastumfang

Wir besitzen mit unseren Augen einen hochentwickelten Sinn und können einen Kontrastumfang von deutlich mehr als 1:1.000 wahrnehmen. Zum Vergleich: JPEGs (bzw. die gängigen Bilddaten) haben einen darstellbaren Helligkeitsbereich von 256 Stufen, also einen Kontrastumfang von 1:255. Ein gutes Fotopapier schafft es auf 1:1.000 und Monitore „nur“ auf 1:500. Sehr gute Digitalkameras bringen es auf 1:1.000 (was 10 Belichtungsstufen entspricht) und der gute alte Diafilm schafft 1:10.000! (Also auf, zurück zum Film – und verkauft bloß nicht Eure alte konventionelle Kamera!! 😉 )

Wie funktioniert dann HDR-Fotografie?

Nun versucht die HDR-Fotografie dieses Manko abzuschaffen, indem wir Belichtungsreihen von 3, 5 oder mehr Bildern unterschiedlicher Helligkeitsstufen fotografieren und die Bilder anschließend in einer Software mit einem Verfahren namens „Tone Mapping“ zu einem ansprechenden Ergebnis verbinden.

Wie bei jeder Bildbearbeitung oder -manipulation kann man natürlich darauf abzielen, ein besonders naturgetreues Abbild zu schaffen – oder etwas sehr exotisches. Mit dem Letzteren ist die HDR-Fotografie natürlich schneller bekannt geworden – und es macht natürlich auch den Reiz aus.

(Quelle: PC-Welt Foto&Video 09/2008, Artikel: „Licht und Schatten“ Software für HDRI, von Mike Schelhorn)

Hier einige Beispiele zum Thema HDR-Fotografie: