Monat: Juli 2009

Wissen

Histogramme

29. Juli 2009

Histogramme (und was sie einem sagen können)

Bildbeispiele und deren Histogramme für verschiedene Belichtungen

Manch einer wird sich schon gefragt haben, was für eine Grafik manchmal im Kameramonitor oder auch in der Bildbearbeitung erscheint – einer Fieberkurve nicht unähnlich. Diese Grafik zeigt Verteilung der Ton- und Helligkeitswerte (zunächst einmal nicht die Farben) im Bild und hilft bei der genauen, technischen Beurteilung des Fotos.

 

Dabei sind links die dunklen Töne und rechts die hellen Tonwerte abgebildet.

art_histogr-16art_histogr-16a

Im „8-bit“ Bild sind das 256 Helligkeitsstufen. (2 hoch 8 ergibt 256.)

 

Das Beispiel zeigt ein ausgewogenes Histogramm zu einem korrekt belichteten Bild. Man kann – ohne das Bild selbst zu sehen – beurteilen, ob es richtig belichtet wurde, zu hell oder zu dunkel ist oder ob ein helles („high key“) oder ein dunkles („low key“) Foto vorliegt.

 

Ein überbelichtetes Bild?

Das nächste Bild zeigt ein ähnliches Motiv – gleicher Ort, gleicher Vormittag. Das Histogramm zeigt aber keine wirklichen Tiefen. Zudem fallen die Helligkeitswerte nach rechts nicht ab, sondern scheinen nach rechts aus dem Histogramm zu laufen. art_histogr-17art_histogr-17a

 

Ist die Frage, ob das Bild deshalb falsch belichtet ist? Gegenlicht und etwas Dunst in der Luft – und das Bild gibt einigermassen korrekt die Lichtstimmung wieder. Die so abrupt endenden Weißwerte kommen von der spiegelnden Eisfläche im Bildvordergrund. Und der „dunstige“ Eindruck liegt auch daran, dass ich das Bild mit einer längeren Brennweite auf größere Distanz fotografiert habe.

 

Ein unterbelichtetes Bild

Hier nun ein Beispiel für ein unterbelichtetes Bild:

 

art_histogr-07 art_histogr-07a

 

Der grösste Teil der Tonwerte sind im ersten Viertel des Histogramms „gedrängt“, es gibt sehr wenige Tonwerte im mittleren Tonwertbereich und gar keine im hellen Bereich. Das Bild wirkt irgendwie dumpf und hat keine Brillanz.

 

Ist das Foto noch zu retten?
art_histogr-07b

 

Links meine Korrekturen in der Photoshop „Tonwertkorrektur“, rechts das „vorher/nachher“ Histogramm vom Bild der Gans.

art_histogr-07cSieht doch eigentlich ganz gut aus…

 

Resultat der Tonwertkorrektur:

Das aus dieser Korrektur resultierende Histogramm belehrt uns eines Besseren:

art_histogr-07dIrgendwie „gestreift“…

Die Streifen zeigen Bereiche im Bild an, wo keine Tonwerte mehr vorhanden sind – keine Tonwerte und keine farbigen Bildpunkte. Das kann dazu führen, dass sichtbare „Farbabrisse“ im Bild entstehen, die dann besonders bei grossen Abzügen auch sichtbar als Fehler wahrgenommen werden.

Meine Korrektur könnt Ihr Euch so vorstellen, als ob Ihr ein Gummiband zieht, das dann an einer Stelle auch reissen kann.

 

Link zu Wikipedia

Eine wissenschaftlich etwas „korrektere“ Erklärung könnt Ihr Euch in Wikipedia ansehen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Histogramm

Wissen

Bildgestaltung mit Objektiven 2

12. Juli 2009

Bildbeispiele eines Portraits, aufgenommen mit verschiedenen Objektiv-Brennweiten

Hier einige Beispiele, wie die Wahl der Brennweite eine Portraitaufname beeinflussen kann.

Ich habe meine Tochter mit 10mm, 20mm, 38mm, 75mm, 116mm und 200mm Brennweite fotografiert. Dabei stand sie immer an der gleichen Stelle, nur ich hatte immer soviel Abstand, dass ich sie etwa im gleichen Auschnitt abbilden konnte.

Die Blende war 5,6 und 5, die Verschlußzeit variierte mit den etwas wechselnden Lichtverhältnissen.

ww_tele-003

Hier das krasse Negativbeispiel: 10mm Objektiv: Macht aus dem Portrait eine Karikatur. Vom Hintergrund ist soviel zu sehen, dass er schon wieder ablenkt.

ww_tele-004

Etwas besser von der Darstellung, aber immer noch verzerrt: das 20mm Objektiv – und immer noch sehr viel Hintergrund.

 

 

ww_tele-011

Hier das 38mm Objektiv: Sieht doch gleich viel besser aus! Auch ist der Kopf nicht mehr im Himmel. Der Hintergrund ist aber fast noch scharf.

 

 

ww_tele-018

Mit dem 75mm wird auch der Hintergrund langsam o.k. Immer noch sehr konkret, aber schon ruhiger. Beachtet auch, wieviel vom Hintergrund noch auf dem Bild ist – um wieviel enger der Bildwinkel ist!

 

 

ww_tele-028

Mit der 116er Brennweite sieht man nun auch bei dieser verkleinerten Abbildung, dass der Hintergrund unscharf ist.

 

 

ww_tele-031

Und das 200er macht das Ganze eindeutig – allerdings muß man als Fotograf nun schon laut sprechen, um vom Modell verstanden zu werden 😉 Allerdings (sagt man) „raffen“ die langen Telebrennweiten die Distanzen, sodass ein Modell nun etwas „flach“ wirkt.

Blog/News

Hölzernes Altstadtmodell

8. Juli 2009

Hölzernes Modell der Altstadt im Stadtmuseum Fembohaus

Im Auftrag der Museen der Stadt Nürnberg habe ich für das Stadtmuseum Fembohaus das hölzerne Modell der Altstadt fotografiert.

stadtmodell-sued

„Im obersten Stockwerk steht das Lindenholzmodell der Nürnberger Altstadt im Maßstab 1 : 500. Das von vier Holzschnitzmeistern gefertigte Werk gehört zu den präzisesten und detailgetreuesten Stadtmodellen ganz Deutschlands. Nach vier Jahren Arbeit wurde es 1939 vollendet und zeigt Nürnberg in seiner spätmittelalterlichen Gestalt vor der Zerstörung durch den Zweiten Weltkrieg. Ausgewählte Bauwerke, Straßen und Plätze werden hier in einer Licht- und Ton-Inszenierung vorgestellt.“

(Zitat aus der Website des Stadtmuseums Fembohaus: http://www.museen.nuernberg.de/fembohaus/themen/stadtmodell.html )stadtmodell-detailsued

stadtmodell-west

stadtmodell-detailwest

Blog/News

Panoramen für die Museen der Stadt Nürnberg

Ich freue mich, die Veröffentlichung der Panoramen der Museen der Stadt Nürnberg bekanntgeben zu können.

Museumsstr-KLEIN

(Ein Mausklick auf das Bild öffnet das interaktive Panorama. Infos zur Bedienung beim Verweilen über der Navigationsleiste. )

Dieses und mehr Panoramen sind auf meiner Panorama Website zu sehen:

http://www.panoramen-gertklaus.de/2009/07/panoramen-museen-nuernberg/

Am besten aber auf die Seite der Museen der Stadt Nürnberg „surfen“:

museen-nbg
http://www.museen.nuernberg.de/

Hier sind die Panoramen im informativen Kontext veröffentlicht.